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Gmünder Tagespost - Samstag, 04. April 2009

Staufer mischen sich unters Stadtbild
Themenführung zwischen Rathaus, Münster und Johanniskirche – Liederkranz Weiler im Boot

Agnes von Hohenstaufen verliert ihren Ring und findet ihn im Chor der Johanniskirche wieder. Diesmal kein Stück fürs Theater, sondern für eine außergewöhnliche Stadtführung. Mit schauspielerischen Einlagen zwischen Rathaus, Münster und Johannisplatz.

Von Kuno Staudenmaier.

Kornelia Mangold, Hadwig Wagenblast und Roland Rupp in historischen Kostümen, rechts Thomas Steeb, Manfred Maile, Heike Marx und Stephan Kirchenbauer.

Schwäbisch Gmünd. „Einmalig in der Region“ ist das nach Worten von Touristik- und Marketing-Chef Manfred Maile, der das neue Angebot zusammen mit Heike Marx von der Schorndorfer Veranstaltungsagentur Kultissima, Stephan Kirchenbauer vom Liederkranz Weiler und dem Pro-Gmünd-Vorsitzenden Thomas Steeb entwickelt hat. Die Schauspieler kommen aus dem Liederkranz Weiler, der, so Kirchenbauer, „über 800 historische Kostüme verfügt und Erfahrung mit staufischen Themen hat“. Heike Marx möchte die Teilnehmer an den Führungen in die Geschichte eintauchen lassen , sie für Augenblicke ins Geschehen einbinden. Los geht’s am i-punkt. Über Rathaus, Löwenbrunnen, Stadtarchiv kommt man wieder zurück in Richtung Johannisplatz. „Den Höhepunkt sollen die Besucher in der Johanniskirche erleben, dort wird Agnes von Hohenstaufen ihren Ring wiederfinden“, sagt Marx. Die Schauspieler tauchen aber auch an den Zwischenstationen auf und lassen die Vergangenheit lebendig werden.
Manfred Maile sieht in der Stauferführung keine Konkurrenz zu den derzeit mehr als 500 Stadtführungen im Jahr. „Wir unterstützen zusätzliche Angebote, die einen besonderen Reiz bieten.“ Er hofft, damit zusätzlich Gäste in die Innenstadt zu locken. Schließlich sei das Programm ausbaufähig, etwa als Pauschalangebot mit Übernachtung oder mit anderen Figuren aus der langen Gmünder Geschichte. Heike Marx sieht auch die Möglichkeit, die Stauferführung um Chor- oder Instrumentalbeiträge zu erweitern. „Für individuelle Planungen haben wir ein offenes Ohr.“


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