Backnanger Kreiszeitung - Samstag, 01. August 2009
26 Teilnehmer hatten ihre Business-Pläne im Wettbewerb um einen der ersten Plätze beim zehnten Gründerpreis Rems-Murr eingereicht. An die drei Spitzenreiter verlieh die Kreissparkasse Waiblingen am Donnerstagabend insgesamt 10.000 Euro Preisgeld.
Von Monika Degner.
Waiblingen. Zum zehnten Mal also jährt sich die Verleihung des regionalen Gründerpreises der Kreissparkasse in Waiblingen. Zufrieden äußerte sich Vorstandsmitglied Direktor Ralph Walter in seiner Laudatio für die Preisträger über den Zuspruch, den die Initiative der Kreissparkasse bei den Gründern in der Region auslöste. Mit 26 Wettbewerbsteilnehmern verzeichnete die Kreissparkasse Waiblingen das bei Weitem größte Interesse unter den Gründern Baden-Württembergs. Insgesamt wurden im Land 78 Gründerpläne bewertet.
Kriterien waren Innovationscharakter, Marktchancen, Wirtschaftlichkeit der Geschäftsidee und der Beitrag der jeweiligen Gründung zum hiesigen Arbeitsmarkt. Von den 26 Bewerbern um den Preis wurden 5 auserwählt, ihre Konzepte persönlich zu präsentieren. 3 machten schließlich das Rennen. Der Jury, unter anderem Hans-Martin Gayer, Geschäftsführer der IHK-Stuttgart, Redaktionsleiter Reinhard Fiedler von der Backnanger Kreiszeitung und Wirtschaftsredakteur Werner Müller von der Waiblinger Kreiszeitung, oblag die Bewertung der Konzepte und schließlich die Qual der Wahl. Denn – berichtete Walter – die Anwärter für die beiden ersten Plätze seien als annähernd gleich stark eingestuft worden.
Der erste Preis ging an die Kultur- und Veranstaltungsagentur in der Mühle „Kultissima“ in Schorndorf und deren Gründerin Heike Marx. Die aus der Vulkaneifel stammende Chefin der Agentur war zuvor Geschäftsführerin des Tourismusvereins Remstal-Route. Nun hat sie sich unter anderem mit ihren Stadt-Verführungen, einer Art Mix aus Stadtführung und Theater, selbstständig gemacht und das zu erschwinglichen „Eintrittspreisen“. Die Führungen, die Marx erzählend leitet, führen zu Wegstationen, wo dann von Schauspielern Szenen aus dem Stadtleben vorgeführt werden. Die Drehbücher zu den dramatisierten und durchinszenierten Führungen umfassen 30 Seiten und werden auf historischer Grundlage entwickelt. Marx bietet außerdem mit Räumlichkeiten, Kulturprogramm, Essen oder Weinproben den Rahmen für Tagungen oder private Feiern. Die Jury überzeugten die ausgefallene Dienstleistungsidee, gute Marktchancen sowie die Präsentation, die „One-Woman-Show“ (Walter) der Siegerin.




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